| Transgressive
Body/ Reincarnated Flesh im Tape Berlin
„Transgressive Body/ Reincarnated Flesh“ ist
eine deutsch-chinesische Ausstellung, in deren Mittelpunkt der menschliche
Körper und die unterschiedliche Betrachtung desselben in asiatischer
und europäischer Kultur stehen. „Transgressive Body/
Reincarnated Flesh“ führt chinesische und deutsche Künstler
zusammen und bringt die unterschiedlichen Kulturen in einen Diskurs
miteinander. Die Ausstellung wird von beiden Kontinenten aus kuratiert,
lässt zwei Welten, die verschiedener kaum sein könnten,
aufeinander prallen und führt sie gleichzeitig zusammen. Für
Thomas Grundmann, den Kurator des deutschen Parts, ist der Körper
das ausführende Gegenstück einer jeden Vergeistigung.
Dagegen begreift die chinesische Kuratorin Zoe Zhang den menschlichen
Körper nicht als einen privaten Verfügungsgegenstand,
sondern als eine gesellschaftliche Angelegenheit. „Transgressive
Body“ und „Reincarnated Flesh“ sind zwei unabhängig
voneinander funktionierende Ausstellungen, die in diesem Projekt
zusammengebracht und zu einer Einheit verzahnt werden.
Dieses unterschiedliche Verständnis des menschlichen Körpers
verdeutlicht sich in den präsentierten Werken. Die deutschen
Arbeiten zeugen von der Freiheit, die sich Menschen gegenüber
dem eigenen Körper nehmen und von der Überschreitung naturgegebener
bzw. angeborener körperlicher Eigenschaften. Videos, Installationen,
Malerei und Fotografien beschäftigen sich mit Transgendering,
Tätowier- und Körperkunst und Internet-Dating-Praktiken.
Im Gegensatz dazu begreifen die chinesischen Künstler den Körper
nicht als individuelles Eigentum. „Reincarnated Flesh“
nähert sich dem menschlichen Körper auf sozio-historische
Weise und betrachtet ihn durch die Linse von Politik, Wirtschaft,
kulturellen Bräuchen, Technik und Geschlecht. Dabei zeichnen
sich die chinesischen Arbeiten durch ihr Streben nach Leichtigkeit
und Leere aus, die deutschen Positionen scheinen einer dunklen und
rauen Seite anzugehören.
Die Künstler
Thomas Grundmann (Malerei), Martin Eschrich (Skulptur), Rolf A.
Kluenter (Installation), Mark Benecke (Fotografie), Sylvie Tillmann
(Fotografie)
Ilja Hummel (Fotografie), Amir Fattal (Installation, Fotografie,
Video-Arbeit)
Herbert Hoffmann (Fotografie & Tattoo-Sheets), Jens-Manfred
Gössling (Malerei)
James Fox (Fotografie), Max Doerr (Collage) „Reincarnated
Flesh“ , Zhang Xiaotao (Malerei), Huang Yan(Fotografie, Installation),
Cui Xiuwen(Fotografie, Video),
Chi Peng (Fotografie), Li Jikai (Malerei, Skulpturen), Sun Furong,
Gao Feng
Die Kuratoren
Zoe Zhang - chinesische Positionen „Reincarnated Flesh“
Als Kind einer intellektuellen Literatenfamilie wächst Zoe
Zhang von klein auf mit einer großen Liebe zu Kunst und Literatur
heran. In den späten 1990er Jahren arbeitet sie als Kuratorin
in der renommierten ShangART Gallery in Shanghai. In dieser Zeit
vertieft sie ihr Verständnis für chinesische Kunst und
spezialisiert sich auf zeitgenössische Arbeiten. 2004 fängt
Zoe Zhang beim Shanghai Duolun Museum of Modern Art an. Ein Jahr
später gründet sie „Shanghai is art“, eine
Organisation, die internationale Kunst in Shanghai vermittelt. Im
Rahmen von „Shanghai is art“ kuratiert Zoe Zhang Ausstellungen,
veranstaltet Charity-Events, Kunstauktionen und plant Film- und
Fernsehkooperationen.
Thomas Grundmann – deutsche Positionen „Transgressive
Body“
1970 in Köln geboren, fängt Thomas Grundmann nach einem
abgebrochenen Kunststudium eine Ausbildung zum Tätowierer an
und arbeitet künstlerisch in unterschiedlichsten Bereichen.
In den darauf folgenden Jahren präsentiert er verschiedene
Performances, kann seine Arbeiten im Rahmen verschiedener Ausstellungsbeteiligungen
zeigen und wird in Einzelausstellungen kuratiert. 2005 wird Thomas
Grundmann für seine zeitgenössische Malerei mit dem „New
Talent Award“ der Art Cologne ausgezeichnet. Ein Jahr später
veröffentlicht er sein erstes Kunstbuch „Killing Philistines“,
eine Dokumentation seiner bisherigen Werke. Im Oktober 2008 wird
Grundmann bei der Kölner Kunstmesse „art.fair 21“
im Rahmen einer Solo-Show präsentiert.
Die Organisatoren
TEAPOT Gallery, Köln
TEAPOT vertritt kontroverse, internationale zeitgenössische
Kunstpositionen. Energie und Zeit sind für den legendären
Schweizer Kurator Harald Szeemann die Grundelemente des Lebens.
Dieser Idee folgt TEAPOT und präsentiert energiegeladene, intensive
Gegenwartskunst. TEAPOT-Künstler sind nicht nur in der Kunst
zuhause, sondern stammen oft aus angrenzenden, kreativen Bereichen,
beispielsweise der Fotografie, der Tätowierung und dem Modedesign.
Den Programmschwerpunkt bilden Positionen, die herkömmliche
Kunst- und Genregrenzen überschreiten.
Abteilung Kultur und Bildung des Generalkonsulats der Bundesrepublik
Deutschland in Shanghai
Die Abteilung Kultur und Bildung des Generalkonsulats (AKuB) nimmt
in Shanghai die Aufgaben des Goethe-Instituts wahr. Das Goethe-Institut
ist das weltweit tätige Kulturinstitut der Bundesrepublik Deutschland.
In Shanghai engagiert sich die AKuB bereits seit 2003 in kulturellen
Austauschprogrammen zwischen Deutschland und China. Dabei umfassen
die Veranstaltungen und Projekte alle Bereiche der Kunst und Literatur,
umfassen Filmprogramme ebenso wie Ausstellungen, Konzerte und Autorenlesungen.
Die AKuB legt großen Wert auf die enge Zusammenarbeit mit
chinesischen Partnern.
Tape Berlin
www.weareteapot.com
www.shanghaiisart.com

>
wwww.tapeberlin.de
>
wwww.weareteapot.com
>
wwww.shanghaiisart.com
< zurück
|